Versicherungsglossar
Die gegenwärtige Rentensituation macht deutlich, dass eine gesetzliche Rentenversicherung alleine nicht ausreicht. Die ständig steigende Alterserwartung und die sinkende demographische Lage führen dazu, dass in Zukunft immer geringere Beträge an gesetzlich versicherte gezahlt werden. Immer mehr Deutsche greifen deshalb auf Formen der privaten Altersvorsorge zurück, die deutlich mehr Vorteile mit sich bringen als die GRV und eine grosse Sicherheit, den Ruhestand auch richtig geniessen zu können und dem Risiko auszuweichen, sozial abzurutschen. Es ist nun einmal so, dass keiner von uns jünger wird. Man kann dem Alter nicht aus dem Weg gehn, jedoch aber dafür sorgen, es so schön wie möglich zu gestalten. Deshalb sollte schon früh an die Altersvorsorge gedacht werden, was vielen Menschen schwer fällt. Der Weg zur Rente scheint einem ja sowas von ewig lang... Doch wer relativ jung mit dem sparen anfängt, gewöhnt sich auch schnell dran und wird im Laufe der Zeit auch dazu bereit sein, seine Einkommensentwicklung entsprechend der Sparraten zu erhöhen. Ausserdem arbeitet die Zeit für einen mit, indem sie den Zinseszins-Effekt gründlich wirken lässt. Bedacht werden sollte auch, dass wegen der zunehmenden Inflationsrate das Geld immer weniger wert ist, was bei der Höhe der Rente später eine wichtige Rolle spielt. Deshalb sollte dieser Aspekt gut durchdacht werden und auf die Höhe der Raten abgestimmt werden. Zum Beispiel sank in den letzten 30 Jahren die Kaufkraft durchschnittlich 3,4% jährlich. Der Abschluss einer privaten Rentenversicherung ist so individuell wie der Kunde selbst, es wird viel Wert darauf gelegt, die Verschiedenen Punkte und Produkte auf den Versicherten abzustimmen. Allgemein werden über lange Zeiträume feste Beträge eingezahlt, die später durch verschiedene Methoden, zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. beginnend mit dem 60-sten Lebensjahr) wieder an den Versicherten ausgezahlt werden. Obzwar ein fester Zinssatz besteht, ist es oft der Fall, dass ausser der zurückzuzahlenden Summe zusätzliche Überschüsse erzielt werden, die private Rente fällt also meist deutlich höher aus, als garantiert wird. Die Form der Auszahlung dieser Überschüsse kann vom Versicherten bestimmt werden, sie können gleichzeitig mit dem Rentenbeginn auf einmal ausgezahlt werden, sodass die Rente weiterhin konstant bleibt, oder nach und nach, wobei die Rente anfangs etwas niedriger ausfällt, aber nach und nach mit recht hoher Geschwindigkeit wächst. Es besteht aber auch Kapitalwahlrecht, das heisst, das die gesamte angesparte Summe mitsamt den Überschüssen auf einmal ausgezahlt wird, was eine weitere monatliche Auszahlung verhindert.